Konzeption und Berichte

Im Folgenden unsere Konzeption aus dem Jahr 2009:

1.      Einleitung

2.      Rechtliche Grundlagen

3.      Grundlegende Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

4.      Rahmenbedingungen

4.1    Räumliche Situation

4.2    Personal

4.3    Beirat des Kommunalen Jugendzentrums

4.4    Öffnungszeiten

5.      Zielgruppe

6.      Angebote

6.1    Offener Bereich

6.2    Internet-Cafe

6.3    Einzelfallhilfe

6.4    Arbeitsweltbezogene Hilfen

6.5    Geschlechtsspezifische Arbeit

6.6    Schülerdiscos

6.7    Sport- und Bewegungsangebote

6.8    Workshops für bestimmte Zielgruppen

6.9    Arbeit mit Kindern

6.10  Ferienprogramm

6.11  Konzertveranstaltungen, externe Veranstaltungen

7.      Kooperation und Vernetzung

8.      Öffentlichkeitsarbeit

9.      Evaluation und Qualitätssicherung

10.    Schlusswort

1. Einleitung

Das Kommunale Jugendzentrum in der Hindenburgstrasse kann auf eine über 30-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. 1977 wurde mit der Planung und dem Ausbau der ehemaligen Weihehalle zu einem Kommunalen Jugendzentrum begonnen. 1978 wurde das Kommunale Jugendzentrum (JUZ) fertig gestellt und im März des selben Jahres eröffnet. Mit seinem großzügigen Platzangebot von 520m², davon alleine in der Halle 185m² bot und bietet es viele Möglichkeiten für unterschiedlichste Nutzungen. 1992 wurde das Kommunale Jugendzentrum durch einen Beschluss des Jugendrates in „Albatros“ umbenannt. 2001 konnte schließlich ein Mediencafè mit zwei Computer-Internetplätzen eröffnet werden.

Im Jahr 2008 feierte das Kommunale Jugendzentrum seinen 30. Geburtstag mit vielen Gästen. Derzeit wird das Kommunale Jugendzentrum umfassend renoviert und die einschlägigen Brandschutzvorrichtungen eingebaut. Im September 2009 wird es dann wieder in Betrieb genommen.

Dies war für uns der Anlass, eine neue Konzeption zu entwickeln, die nun vorliegt.

Bestandteil dieser Konzeption sind auch die “Richtlinien der Stadt Bayreuth für das Kommunale Jugendzentrum“ von Juni 2007.

2. Rechtliche Grundlagen

Bei dem Kommunalen Jugendzentrum handelt es sich um ein Angebot der Offenen Jugendarbeit nach § 11 KJHG, SGB VIII:

„Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen“ (§ 11 Abs. 1, KJHG).

3. Grundlegende Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist geprägt von der aktiven Einbeziehung der Jugendlichen bei der Gestaltung der Angebote und einer im Vergleich zur verbandlichen Jugendarbeit unverbindlicheren Angebotsstrukturierung. Ziel ist es, junge Menschen zu einem selbstkritischen Denken, Urteilen und Handeln anzuregen und sie zur individuellen und sozialen Emanzipation zu befähigen. In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen Partizipation, Selbstorganisation und Ganzheitlichkeit im Vordergrund. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet ein pädagogisch begleitetes, außerschulisches Lernfeld, z. B. für soziales Lernen oder der Übernahme von Verantwortung in einem geschützten Rahmen. Weiterhin ist die Offene Jugendarbeit ein lebensweltbezogener Ort für Freizeitgestaltung, Kommunikation, Information, Beratung, Orientierung und Unterstützung.

Die Arbeitsprinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sind:

Offenheit

Die Angebote des JUZ stehen allen Jugendlichen, unabhängig von Mitgliedschaften, konfessionellen, monetären und anderen Verpflichtungen offen.

Freiwilligkeit

Die Angebote des JUZ sind freiwillig, eine Verpflichtung zur Teilnahme, wie z. B. in der Schule, besteht nicht.

Niederschwelligkeit

Die Zugangsmöglichkeiten zu den Angeboten des JUZ können ohne Vorbedingungen in Anspruch genommen werden. Der Zugang zu den Angeboten ist möglichst einfach zu gestalten.

Bedürfnis- und Interessenorientierung

Bei der Angebotsgestaltung sind die Wünsche und Interessen der Jugendlichen zu berücksichtigen. Sie sollen in die Planungen mit eingebunden werden und die Angebote teilweise mitgestalten. Freiwilliges Engagement und Mitwirkungen sollen gestärkt werden.

Ein weiteres Kennzeichen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit besteht in der geschlechtsspezifisch reflektierten Arbeit im Sinne des „Gender Mainstreaming“. Geschlechtsspezifische Angebote berücksichtigen die Lebenslagen von Jungen und Mädchen und sind ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Offene Jugendarbeit fördert die Gemeinschaftsfähigkeit der Jugendlichen durch respektvollen Umgang miteinander und der sinnvollen und gewaltfreien Lösung von Konflikten innerhalb der Gruppe. Ebenso sollen soziale Benachteiligungen durch bestimmte Angebote vermieden werden. Offene Jugendarbeit wirkt in diesem Sinne generalpräventiv.

4. Rahmenbedingungen

Träger des Kommunalen Jugendzentrums ist die Stadt Bayreuth. Das Kommunale Jugendzentrum ist die größte Einrichtung der Offenen Jugendarbeit in der Stadt Bayreuth. Im Unterschied zu anderen Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit ist das Kommunale Jugendzentrum nicht stadtteilgebunden, sondern steht allen Jugendlichen aus dem gesamten Stadtgebiet zur Verfügung.

Das Kommunale Jugendzentrum dient als Freizeit-, Informations-, Beratungs- und Bildungsstätte. Es orientiert sich in seinen Angeboten und Arbeitsformen an den Bedürfnissen, Wünschen und Problemen junger Menschen.

4.1 Räumliche Situation

Im Erdgeschoss befinden sich:

Saal, Küche, Fitness-Raum, Umkleide-Raum, Technikraum, Garderobe, Getränkelager, WCs,

Städtisches Jugendheim: Gruppen- und Beratungsraum (Raum 8 und 9) bzw. Werkstatt

Im Obergeschoss befinden sich:

Büro, Mehrzweckraum (Multimedia- und Gruppenraum), Internet-Cafe, Empore

4.2 Personal

Im Kommunalen Jugendzentrum sind beschäftigt:

1 Diplom-Sozialpädagoge/in (Leiter/in der Einrichtung); Vollzeit

1 pädagogische Fachkraft; Vollzeit

1 Erzieher/in; Vollzeit

Aufgrund der geschlechtsspezifischen Arbeit (siehe 6.5) ist es sinnvoll, grundsätzlich männliche und weibliche Ansprechpartner im JUZ zu beschäftigen.

4.3 Beirat des Kommunalen Jugendzentrums

Der Beirat wirkt mit bei der Verwirklichung der Ziele und Aufgaben der Offenen Jugendarbeit. Insbesondere bei

– der Beratung des Haushaltsplanes für das Kommunale Jugendzentrum

sowie der Einstellung und Entlassung von hauptamtlichen, pädagogischen

Mitarbeitern.

– der Beschlussfassung für die Hausordnung, für die Nutzung des Hauses,

für die Entscheidung über den Ausschluss von Besuchern über die Dauer

von vier Wochen hinaus.

Zusammensetzung des Beirates:

je ein Mitglied der im Jugendausschuss vertretenen Stadtratsfraktionen

zwei Vertreter des Jugendparlaments der Stadt Bayreuth

der Jugendreferent der Stadt

die Leitung des Stadtjugendamtes

die/der Stadtjugendpfleger/in

ein Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings

4.4 Öffnungszeiten

Das Jugendzentrum arbeitet im 6-Tages-Betrieb von Montag bis Samstag. Um die Öffnungszeiten (siehe aktuelle Wochenplanung) abzudecken, ist Personal laut Stellenplan erforderlich.

5. Zielgruppe

Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz sind zunächst einmal alle jungen Menschen die Zielgruppe der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Da das JUZ keine stadtteilorientierte Einrichtung ist, sind Jugendliche des gesamten Stadtgebietes Zielgruppe. Das Alter der angesprochenen jungen Menschen liegt in der Regel zwischen 12 und 27 Jahren (nach § 11 Abs. 4 können auch Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben in angemessenem Umfang mit einbezogen werden).

Das JUZ steht darüber hinaus den Jugendverbänden des Stadtjugendringes sowie weiteren Jugendgruppen zur Verfügung.

Eine besondere Zielgruppe sind sozial benachteiligte Jugendliche, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Kinder von 8-12 (siehe 6.9).

Für diese Gruppen sollen besondere Angebote zur Verfügung stehen.

6. Angebote

Der Schwerpunkt der Angebotsstruktur des JUZ liegt im Offenen Bereich. Daneben sollen den Besuchern konkrete Gruppenangebote (Workshops, Sportangebote, Freizeitangebote) zur Verfügung stehen. Ein weiterer Baustein der Angebotsstruktur besteht in der Nutzung des Hauses als Veranstaltungsort.

6.1 Offener Bereich

Jugendliche wünschen, brauchen und suchen Gemeinschaften, in denen sie sich mit Gleichaltrigen auseinander setzen können und Werte und Normen der Erwachsenenwelt erfahren. Der Offene Bereich ist gekennzeichnet durch eine lose Komm- und Geh-Struktur. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen – sie müssen aber nicht. Ziel ist es, die Eigeninitiativen und Ideen von Jugendlichen durch die Bereitstellung von vorhandenen Räumlichkeiten und durch Beratung und Informationen der Mitarbeiter zu unterstützen. Jugendliche können sich so unter punktueller Anleitung ihr eigenes, selbst (mit)gestaltetes Angebot verwirklichen.

6.2 Internet-Cafe

Das Cafe ist ein Raum, der einzelnen Gruppierungen innerhalb des Hauses einen weiteren Rückzugsraum ermöglicht. Er ist Treffpunkt für Spiele, Geselligkeit, zwanglosem Beisammensein oder bietet die Möglichkeit, niederschwellig Kontakt zum pädagogischen Personal herzustellen. Durch die Internetverbindung können die Jugendlichen mit Begleitung der Pädagogen die positiven Vorteile des Mediums nutzen. Denkbar sind hierbei z. B. Recherche für Hausarbeiten, Berufswahl, Kommunikation, Abrufen von E-Mails, etc. Das Internet-Cafe dient gleichzeitig als Ort zur Vermittlung von Medienkompetenz. Soziale Benachteiligungen sollen dadurch verhindert werden.

Das Cafe wird weitestgehend von den Besuchern selbständig bewirtschaftet (Thekenteam) und dient somit auch als Lernfeld bei der Übernahme von Verantwortung und Zuverlässigkeit, Umgang mit Ärger und Kritik und einer Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens. Diese sozialen Kompetenzen sind für die spätere berufliche Tätigkeit sehr wichtig.

6.3 Einzelfallhilfe

Die Pädagogen vor Ort sind ständige Ansprechpartner bei Problemen. Diese reichen von innerfamiliären Konflikten oder schulischen Schwierigkeiten bis hin zu Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche oder bei Behördengängen. Die Mitarbeiter beraten die Jugendlichen oder Stellen den Kontakt zu anderen Behörden/Institution her, bzw. suchen diese mit den Jugendlichen in Einzelfällen auf.

6.4 Arbeitsweltbezogene Hilfen

Offene Jugendarbeit kann hier eine Brückenfunktion zwischen Schule und Ausbildung übernehmen. Durch niedrigschwellige Angebote werden Jugendliche erreicht, die durch andere Maßnahmen eventuell nicht mehr erreicht werden.

Jugendliche werden durch Bewerbungstraining, Praktikasuche, Informationen, etc. bei der Suche nach einer Lehrstelle unterstützt. Die Arbeitsweltbezogenen Hilfen erfolgen in enger Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und der Kompetenzagentur (gfi) des Beruflichen Fortbildungszentrums (bfz).

6.5 Geschlechtsspezifische Arbeit

Zu den Grundsätzen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gehört die Wahrnehmung unterschiedlicher Lebenslagen und Bedürfnissen von Jungen und Mädchen.

Mädchenarbeit

Da sich Jungen im Offenen Bereich leichter Raum aneignen und diesen dominieren, geraten die Mädchen häufig ins Hintertreffen. Für Mädchen sollen deshalb besondere Angebote erstellt werden um das Selbstbewusstsein und die weibliche Identität zu stärken und um eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln. Die geschlechtsspezifische Mädchenarbeit soll einer selbständigen Interessenwahrnehmung dienen und auf eine Chancengleichheit der Geschlechter hinwirken. Weiterhin sollen sich Mädchen kritisch mit den in unserer Gesellschaft existierenden Rollenbildern auseinanderzusetzen und letztlich in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt ihre eigene Rolle finden. Bei diesem Prozess werden sie durch die Mitarbeiterinnen des Jugendzentrums begleitet.

Jungenarbeit

Ebenso sollen für Jungen spezifische Angebote zur Verfügung stehen. Auch für sie gelten die für die Mädchenarbeit ausgearbeiteten Bedingungen, auch sie müssen ihre eigene, männliche Rolle finden. Insbesondere männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund, die als besondere Zielgruppe benannt wurden (vgl. 5), haben ein eher traditionelles männliches Rollenverständnis, das mit den in unserer Gesellschaft geltenden Normen und Werten in Einklang gebracht werden muss. Auch hier bedarf es einer kritischen Begleitung durch eine männliche pädagogische Fachkraft.

6.6 Schülerdiscos

Da die unter 16Jährigen nach dem Jugendschutzgesetz keine öffentlichen Tanzveranstaltungen (Discotheken) besuchen dürfen, werden für unter 16jährige Jugendliche einmal im Monat Schülerdiscos durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei zur Selbstorganisation und Entwicklung von Eigeninitiative angeregt und in die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung mit einbezogen (z. B. als DJs, bei der Erstellung von Plakaten, Raumdekoration etc.).

6.7 Sport- und Bewegungsangebote

Nach neuesten Studien sind Kinder- und Jugendliche zusehends von Essstörungen, Übergewicht und Bewegungsmangel betroffen. Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Gesundheitsförderung leistet hier die Jugendarbeit, unter anderem mit Sport- und Bewegungsangeboten. „Vor allem Angebote der Jugendarbeit leisten an dieser Stelle wichtige Beiträge, ohne dass diese bislang richtig sichtbar gemacht worden sind“ (Bericht der Enquete-Kommission des Bayerischen Landtags „Jungsein in Bayern – Zukunftsperspektiven für die kommende Generation“, Drs. 15/3259, 3307, 3386, S. 133).

Aus diesen Gründen gibt es regelmäßig Sport- und Bewegungsangebote. Zum einen kontinuierlich im Fitnessraum unter Anleitung eines Trainers, zum anderen werden zusätzliche Workshops (z. B. zum Thema „Ernährung“ oder „Gesundheit“) oder Aerobic für Mädchen angeboten. Weitere Sportangebote sind Fußball (außerhalb des Hauses), Basketball, Volleyball und Tischtennis (in der Halle) oder u. a auch Klettern (im RWG).

6.8 Workshops für bestimmte Zielgruppen

Durch zeitlich begrenzte Projekte (z. B. im handwerklichen oder künstlerisch-kreativen Bereich) sollen gezielt diejenigen Jugendlichen angesprochen werden, die das Haus bislang noch nicht nutzen.

Für die Jugendlichen ist es schwer, bei den derzeitigen Angeboten an Freizeitmöglichkeiten (überwiegend mit gewinnorientiertem Charakter) sinnvolle Angebote auszuwählen. Aus diesem Grund sollen sich im JUZ einmal pro Monat Vereine und Verbände vorstellen, die Jugendlichen sinnvolle Freizeitmöglichkeiten anbieten können.

6.9 Arbeit mit Kindern

Die Arbeit mit Kindern ist ein nicht unwesentlicher, aber eigenständiger Bereich der Jugendarbeit. Speziell für junge Besucher im Alter von 8 – 12 Jahren werden regelmäßig offene Nachmittage mit Kreativangeboten (z.B. Basteln) durchgeführt, bei denen sie unter sich und ungestört die Räumlichkeiten im Haus nutzen können. Durch die Arbeit mit dieser Zielgruppe sollen die nachwachsenden potentiellen Nutzer des Hauses angesprochen werden.

6.10 Ferienprogramm

In den Schulferien verfügen Kinder und Jugendliche über mehr Freizeit als sonst. Von daher wird für sie in diesem Zeitraum verstärkt ein Programm zur Freizeitgestaltung angeboten (z. B. in den Weihnachtsferien).

Dazu gehört auch eine enge Zusammenarbeit mit der Kommunalen Jugendarbeit, die das neu renovierte Haus verstärkt für Angebote im Rahmen des Sommerferienprogramms nutzen kann.

6.11 Konzertveranstaltungen, externe Veranstaltungen

Das Haus soll als Veranstaltungsort für Konzerte, Oberstufenfeten, Uni-Feten etc. weiterhin zur Verfügung stehen und eine Bereicherung für die Kinder- und Jugendkultur der Stadt Bayreuth darstellen. Insbesondere soll jungen Menschen die Möglichkeit eröffnet werden, im JUZ erste Bühnen-erfahrung und auch erste Erfahrungen im Veranstaltungsmanagement zu sammeln. Auch die Schülerinnen und Schüler, die Oberstufenfeten veranstalten werden angeleitet und bei der Organisation begleitet. Darüber hinaus wird das Haus auch weiterhin für Fremdveranstalter zur Verfügung stehen.

Im Vordergrund steht jedoch die pädagogische Arbeit mit den Jugendlichen. Weiterhin dürfen im Haus keine Veranstaltungen durchgeführt werden, die dem pädagogischen Auftrag oder den „Richtlinien der Stadt Bayreuth für das Kommunale Jugendzentrum“ widersprechen.

7. Kooperation und Vernetzung

Das JUZ betrachtet sich als Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit neben vielen anderen, oft stadtteilbezogenen, Einrichtungen. Ein regelmäßiger Austausch mit anderen Einrichtungen zählt zum Selbstverständnis der Arbeit. Hierzu gehören z. B. auch Absprachen bezüglich der Schließzeiten der einzelnen Jugendhäuser in den Sommerferien.

Eine enge Zusammenarbeit muss auch mit den Fachdiensten des Jugendamtes (z. B. ASD; Jugendgerichtshilfe, Jugendsozialarbeit an Schulen, etc.) und anderen Institutionen (z. B. Bundesagentur für Arbeit, Kompetenzagentur, Beratungsstellen, Bildungsträger, Verein „Fähre“, Bewährungshilfe, Polizei etc.) erfolgen.

8. Öffentlichkeitsarbeit

Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören zum einen Berichte über die geleistete Arbeit an den Jugendausschuss der Stadt Bayreuth, sowie regelmäßige Berichte an den Beirat des Jugendzentrums.

Zum anderen werden die Angebote durch eine ständig aktualisierte Homepage des Jugendzentrums (www.juz-bayreuth.de), sowie durch Plakate, Flyer und Presse/Rundfunk veröffentlicht.

Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die Außenwirkung des Jugendzentrums und beinhaltet das Verhalten der Mitarbeiter gegenüber allen Bürgern und Kooperationspartnern und den Zustand des Hauses und des umgebenden Grundstücks.

9. Evaluation und Qualitätssicherung

Die Anzahl der Jugendlichen, die Angebote des JUZ wahrnehmen, wird regelmäßig erfasst. Die Angebote werden daraufhin überprüft, ob sie von den Jugendlichen noch angenommen, oder an neue Bedürfnisse angepasst werden müssen. Dabei ist zu beachten, dass die Quantität der Besucherzahlen noch nichts über die pädagogische Qualität aussagt.

Eine Qualitätssicherung erfolgt ebenso durch den regelmäßigen Austausch über Angebote und Ziele mit dem Beirat des Jugendzentrums.

Die Qualität der Arbeit wird weiterhin durch geeignete Fortbildungen der Mitarbeiter sichergestellt.

10. Schlusswort

Die vorliegende Konzeption bildet den Grundstein unserer pädagogischen Arbeit.

Durch den ständigen Wandel in unserer Gesellschaft ist es für das Arbeitsfeld der Offenen Jugendarbeit besonders wichtig, möglichst schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Von daher müssen sich die Rahmenbedingungen und tatsächlichen Aktivitäten auch ständig weiter entwickeln.

Bayreuth im August 2009

Stadtjugendamt/JUZ

Verabschiedet vom Jugendausschuss der Stadt Bayreuth am 21.09.2009

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